"Adelsburg" - das weckt üble Erinnerungen an einsame durchdiscounterte Nächte. Seufz. Doch statt Krone jetzt die Burg, vielleicht ist die ja immobiler, bodenständiger als die Erstgenannte? So richtig Vertrauen aufkommen will ja nicht, die Aufschrift "Bayerisches Reinheitsgebot" lässt schon von weit her die Brauerei Ilzer hervorstechen, bisher eigentlich eher ... na ja halt, ne. Aber, hey da ist kein Mais drin, kein Zucker und kein Siff, also Brüder, lasst uns optimistisch sein und dieses "Alk.: 4,8+/-0,5% V/V"-Pils testen!
Die Flasche zunächst, muss aber überwunden werden. Schwarzes rechteckiges Etikett, darauf ein weißes Oval mit allerlei blaumetallik-weiß-goldenen Spielereien. Oben ein "bayrisches" Wappen mit rot-goldener Krone und goldenen Löwen, unten eine verschwommene zur senkrechten Achse nicht zentrierte Burg des Typs Neuschwanstein, rotmetallikfarbene Frakturschrift und blaumetallikfarbene Umrandung mit goldener Schrift. Bah!
Aber hups ... im Glas dunkelpilsfarben, schöne CO2-Ketten, mittelfeine und mittelhaltbare Blume. Leichtes Aroma nach irgendwie nichts, am ehesten etwas würzig und etwas zitronig. Antrunk dünn, süßlich mit milder Würze und Spuren von Hopfen. Im Mittelteil nicht wesentlich mehr, dafür im Abgang unerwartet stark zunehmende Würze, die erst stark, dann sanft ausklingend von einem etwas ruffigen Hopfen begleitet im Nachgeschmack endet.
Fazit: Durchaus süffig und erfrischend. Nichts wirklich Außergewöhnliches, aber für Ungarn schon ganz OK. Traue niemals dem Etikett eines Bieres...!
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| Test vom 26.6.2007, Gebinde: Glasflasche
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Noten: 9,9,9,8,6,9 - 8,70
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