Als Altbier wollen einem die Brauer aus Alaska ihr Amber unterjubeln. Das Alaskan Amber schwappt hell kupferfarben ins Glas, die Schaumkrone ist wie beim Alt nicht sonderlich hoch und auch nicht endlos haltbar. Ein Ale ist es also tatsächlich, aber das war's wohl auch schon mit den Gemeinsamkeiten. Die neugierige Nase erschnuppert eine ganze Reihe von interessanten Aromen, hauptsächlich malzig, süß, fast wie Lebkuchen, dazu noch Spuren von Karamell, Schokolade, kräftigem Brot und Zitrusfrüchten. Über allem aber liegt wie ein feiner Nebel eine frische Hopfigkeit, die mir die Angst vor dem Süßen nimmt. Der Antrunk ist natürlich für ein Alt viel zu süß, er erinnert mehr an ein Weihnachtsbier oder etwas ähnliches. Ich mag ja süße Biere nicht so, aber das hier geht als lecker durch, weil der Hopfen den süßen Aromen immer wieder Paroli bieten kann und so das Bier insgesamt sehr ausgewogen und süffig daherkommt. Der Nachgeschmack erinnert dann an ein Bockbier, voll und kräftig. Aber wiederum etwas zu süß für meinen Geschmack. Für dieses Bier vom Polarkreis würde sicher mancher mehr Punkte vergeben und es tut mir auch irgendwie leid, daß ich mit den süßeren Bieren nicht viel anfangen kann. Dieses Dunkle von Polarkreis könnte aber sicher so manchem die lange Polarnacht ein wenig erwärmen.
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| Test vom 1.2.2006, Gebinde: Glasflasche
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Noten: 8,10,9,8,9,10 - 9,30
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