So ganz blick' ich da nicht durch: Albani braut zu Ehren des wohl berühmtesten dänischen Dichters H.C. Andersen (u.a. "Die Prinzessin auf der Erbse", "Des Kaisers neue Kleider", "Das hässliche Entlein" etc.) das eventyr mit der Jahreszahl 2004 - in diesem Jahr wäre Andersen 199 Jahre alt geworden. Zum 200sten Jubiläum hat die in Odense beheimatete Brauerei -dem Geburtsort von Andersen- ein 4,6%iges Bier herausgebracht, welches auch auf deren Website auftaucht. Das hier zu testende 2004er hat stolze 9 Umdrehungen vorzuweisen und findet keine Erähnung im www.
Das Starkbier kommt in einer schönen dunklen Flasche mit dunklem Alurand, dunklem Kronkorken und dunklen Etiketten daher. Schön!
Inhaltstoffe des Bieres sind u.a. Mais, Zucker und Antioxidationsmittel. Es riecht grasig-hopfig, etwas maisartig, aber durchaus stimmig, bildet wenig Krone, welche aber recht stabil ist. Die Farbe ist dunkelmalzig golden.
Geschmack: Süsslich, vollmundig-warm mit alkoholischem Abgang und herbtrockenem Hopfenfinish. Zwischenzeitlich schmeckt man ein wenig den Mais und den Zucker, aber beide äussern sich nicht in störender Form.
Fazit: Das HC Andersen schmeckt wie eine interessante Mischung aus einem belgischen Blonde (vollmundige Wärme) und einem Pilsener (hopfiger Abgang). In jedem Fall handelt es sich hierbei um ein einzigartiges Bier, dem Qualität nicht abzusprechen ist. Ob es einem superben belgischen Starkbier das Wasser reichen kann, ist schwer zu sagen - es kommt auf jeden Fall qualitativ in die Nähe. Die Aromenkomplexität ist mit Sicherheit gegeben - man kann sehr viele verschiedene Geschmacksebenen feststellen. Lecker und empfehlenswert! Starkbierfreunde werden das HC schätzen. Bei der Sorte bin ich mir mehr als unsicher; man könnte es als Festbier, Doppelbock oder gar als Blonde einordnen (geschmackliche Parallelen sind m.E. gegeben).
Empfehlesnwert ist es auf alle Fälle!
|
|
| Test vom 13.5.2005, Gebinde: Glasflasche
|
Noten: 10,11,10,11,12,11 - 10,80
|