An dieser Stelle erstmal großen Dank an quack-duck, der mir das Bier als Überraschung bei unserem Tausch beigefügt hat! Macht natürlich optisch was her, im extra Karton eingepackt und dann mit Champagnerkorken. Bis Ende 2017 haltbar steht da - ich als Tester von bisher ausschließlich deutschen Bieren habe da leider zu wenig Geduld - hoffen wir also mal, dass es sich schon jetzt gut trinken lässt!
Dunkel bernsteinfarbenes, leicht trübes Bier. Es riecht recht intensiv fruchtig nach Trauben, gleichzeitig auch leicht alkoholisch - man meint da ein deutlich stärkeres Bier im Glas zu haben. Der Antrunk beginnt mit einer süsslichen Malznote, der Alkohol macht sich fast garnicht bemerkbar. Dann setzt ein vielschichtiges Malzaroma ein - bei den Zutaten sind auch drei verschiedene Malzsorten aufgeführt - kernig, röstig, auch fruchtig und entfernt nach Toffee und Karamell. Bemerkenswert hierbei, dass alle Nuancen zum Tragen kommen. Das ganze wird von einer säuerlichen Herbe begleitet, die allerdings sehr gut dosiert ist. Sehr komplex, wobei aber der Alkohol zu keinem Zeitpunkt aus dem Hintergrund hervortritt.
Insgesamt erscheint das Geschmacksbild etwas chaotisch, aber der Gaumen bekommt definitiv etwas geboten. Ich weiß nicht, ob der Aufwand beim Brauen durch dreierlei Malz höher ist aber jedenfalls hat man hier die Aromen gut ausbalanciert und das rechtfertigt den vermutlich höheren Preis. Die Süffigkeit ist freilich recht gering und ich denke der durchschnittliche deutsche Biertrinker hat es gerne süffig, um so mehr muss man der Brauerei ein Kompliment machen, dass sie ein solches Bier auf den Markt bringt. Zeigt denke ich auch, dass man mit den "beschränkten" Mitteln des Reinheitsgebots sehr außergewöhnliche Biere kreieren kann.
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| Test vom 5.12.2011, Gebinde: Glasflasche
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Noten: -,13,10,13,-,12 - 12,00
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