Argus... da muss man doch glatt mal ein Auge drauf werfen!
Die polnischen Lidlisten bieten als "preiswerte" (1,5x so teuer wie unser Billigbier!) Variante dieses Handgranatenbier in einer "leichten" und "starken" Variante an. Die Leichte, natürlich "Premium", soll hier näher seziert werden.
Die Dose ist polen-untypisch mit dem üblichen "Bieroval mit Namensbanner" gestaltet. Grundfarbe Weiß, Oval in Gold und Schriftzug in Rot. Es finden sich die üblichen Deklarationen und =mal wieder= der Begriff "Bier" in acht Sprachen. Um dem internationalen Konsumenten die Verpackungsöffnung wortlos zu erklären ist der Nippel auf dem goldenen Deckel rot. Das hilft in jeder Lebenslage, auch nach vier Litern.
Im Glas hell golden mit wenig CO2 und einer kleinen, groben und bis auf Reste schnell verschwundenen Blume. Geruch wenig süßmalzig.
Dieses Argus ist insgesamt dünn. Während des gesamten Geschmacksverlaufes finden sich nur im Sturz und im langen Nachgeschmack stärkere würzige oder hopfige Aromen. Dominierend ist eine wässrige, undefiniert leicht bittere, Malznote. Irgendwie erschmecke ich auch ganz wenig Karamell. Es ist sehr süffig, aber es stellt sich damit auch die Frage nach dem "Warum". Positiv ist anzumerken, dass es saubere Aromen sind, der oft widerlich hopfenextraktbittere oder brotig-muffige Geschmack unserer Preiswertbiere entfällt.
Fazit: Für Polen schwach, für sich selbst genommen ein sauberes, geschmacklich dünneres Bier. Für'n Sonnenaufgang an der Oder-Ostseite genau richtig. Für alles andere bitte richtige polnische Biere konsumieren. Danke.
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| Test vom 1.11.2010, Gebinde: Dose
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Noten: 12,9,12,7,3,10 - 9,55
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