Endlich ist es da, das erste Bier aus Moldawien. Und dann direkt so eine Keule: 1-Liter-PET-Flasche mit einem nicht gerade vertrauenerweckenden Etikett. Immerhin ist der Weihnachtsmann drauf. Naja, passt ja in die Zeit. Ich drehe den Verschluß auf und es zischt als würde gleich ein Kernkraftwerk in die Luft fliegen. Ich schütte mir ein Glas voll und bin nicht gerade begeistert. Das Bier ist außergewöhnlich hellgelb und obwohl sehr viel CO² drin zu sein scheint, bildet sich keine Schaumkrone. Auch der Geruch dieses Bieres ist sehr seltsam. So als hätte das Bier mit der PET-Flasche reagiert, überlagert ein plastikartiger Nebel alle anderen Aromen, die aber auch nur in Spuren vorhanden sind. Mit Anstrengung kann ich ganz leichte grasige Hopfenspuren erschnuppern. Im Antrunk wird's nicht viel besser. Der sehr wässrige Körper transportiert ein paar schwächliche und unausgewogene Malz- und Hopfennuancen durch den Mund. Der Abgang ist kurz (gottseidank) und trocken. Noch immer hängt Plastik im Mund herum. Dieses Bier trägt seinen Namen zu Unrecht, es riecht und schmeckt seltsam und ich möchte gar nicht wissen, was der moldawische Weihnachtsmann hier für feine Sachen mit eingebraut hat. Jedenfalls hätte es für den Test auch eine 0,33-Liter-Flasche getan. Auch dann hätte ich gemerkt, daß dieses Bier großer Mist ist.
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| Test vom 29.11.2005, Gebinde: PET
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Noten: 7,6,7,6,6,6 - 6,25
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