Bei der zur Zeit herrschenden Hitze wird man auch beim bloßen Zuschauen während der Fußball-WM ganz schön durstig. Gerade rechtzeitig hatte ich aus Frankreich 24 winzige Flaschen (25 cl) eingebunkert. Nun bin ich kein besonderer Freund von französischen Bieren und hatte die Flaschen im Keller-Kühlschrank fast vergessen. Dann wurde der Durst unerträglich und ich erinnerte mich der Franzosen im Keller. Wunderbar kühl kamen die ersten vier Flaschen auf meinen Tisch. Ich schüttete alle vier Püllekens in einen Maßkrug und erblickte ein wunderbar anzuschauendes Bier. Die Schaumkrone war feinporig und stabil, die CO²-Schnürchen im Glas machten einen sehr lebhaften Eindruck. Die Farbe des Bieres war strohgelb und kristallklar. Wunderbar! Dem Näschen fiel der Geruch einer leichten seltsamen Säure auf, die über dem Bier lastete. Das war aber zu ertragen. Völlig ausgetrocknet sauge ich einen besonders großen Antrunk an und bin sehr zufrieden. Der Körper des Franzosen ist ganz ordentlich, der Geschmack ist hauptsächlich hopfig-frisch und nur im Hintergrund hält sich das Malz ein wenig verborgen. Als ich das Glas dann wieder abstelle, ist nur noch ein wenig Schaum drin, denn entweder war ich zu durstig oder das Bier tatsächlich so lecker. Wahrscheinlich von jedem etwas. Jedenfalls kann ich diesen kleinen Franzosen uneingeschränkt enpfehlen, nur sollte man sich darauf gefaßt machen, daß sich im Nachhinein einige gewaltige Rülpser einstellen werden. Mich hat dieses Bier tatsächlich überzeugt und ich hätte gerne nochmal so einen kleinen 24er-Pack im Kühlschrank.
|
|
| Test vom 13.6.2006, Gebinde: Glasflasche
|
Noten: 13,9,12,11,12,11 - 11,10
|